rathaus11057Geschichte

Im Jahre 1515 wird ein Schultheiß als Ortsoberhaupt genannt. Nach 1550 bildet sich hier eine lutherische Pfarrei, wiederum gemeinsam mit Oberstreit. Auf nicht nachweisbaren Wegen gelangte die Ortsherrschaft bis 1601 zu 3/8 an die Ritter von Steinkallenfels und 1778 an die Vögte von Hunolstein als deren Erben; nur 5/8 besaßen die Wild- und Rheingrafen.

Nach dem 30jährigen Krieg entstand eine katholische Kirchengemeinde. Fürst Johann Dominik von Kirburg unterstellt sie 1763 dem Kirner Piaristenkolleg und ließ in den Jahren 1768 - 1770 die katholische Kirche Johann Baptist durch Johann Thomas Petri erbauen, daneben ein Pfarrhaus. Die Franzosen schufen eine neue Verwaltung. Sie teilten Staudernheim in Januar 1798 der neuen „Mairie" Meddersheim zu. 1816 kam das Dorf an Hessen-Homburg. 1866 an Preußen, 1869 zur neuen Bürgermeisterei Meddersheim und 1935/40 zu Sobernheim.

Hart traf die Einwohner die Tatsache, dass die Nahe und die Gemarkungsgrenze gegen Odernheim hin von 1816 bis 1834 zugleich Staats- und Zollgrenze waren.

In den Jahren 1846-50 trat die steinerne „Landgrafenbrücke" an die Stelle der alten Naheüberführung; 1859 begann auch hier das Eisenbahnzeitalter, erst recht, als ab 1896 die Glantalbahn bis hierher fuhr, die sogenannte „Strategische Bahn".

Nach dem Zweiten Weltkrieg ging, wie überall, die bis dahin vorherrschende Landwirtschaft zurück; Staudernheim ist heute mehr eine Wohngemeinde, aus der täglich viele Bürger an andere Orte zur Arbeit fahren.

Heute ist Staudernheim eine Gemeinde die durch ihre Lage ein Knotenpunkt in der beruflichen Infrastruktur ist, eine Gemeinde in der die Vereine wieder aktiv am Dorfleben teilnehmen und eine Gemeinde in der zunehmend die Gemeinschaft am Dorfleben teilnimmt.